CBD für Tiere
Produkte, die speziell für Haustiere formuliert sind.
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Kurz gefasst
- Produkte für Tiere sind meist niedriger konzentriert und tragen eine eigene Kennzeichnung.
- Cannabidiol ist im EU-Register der Futtermittelzusatzstoffe nicht aufgeführt.
- Erste Adresse bei Fragen zum eigenen Tier ist die Tierarztpraxis, nicht ein Ratgebertext.
Der allgemeine Rahmen zu Cannabidiol steht in der CBD-Übersicht.
Was Produkte für Tiere ausmacht
Produkte für Tiere enthalten denselben Pflanzenstoff wie Produkte für Menschen, unterscheiden sich aber in Konzentration, Trägeröl und Kennzeichnung. Üblich sind niedrige Prozentwerte, damit sich kleine Mengen überhaupt abmessen lassen.
Drei Merkmale kommen regelmäßig vor:
- Niedrige Konzentration, häufig zwischen 2 und 5 Prozent
- Ein neutrales Trägeröl, teils mit Lachsöl oder Hanfsamenöl als Geschmackskomponente
- Kein Zusatz von ätherischen Ölen, Süßstoffen oder Aromen mit bekanntem Risiko für Tiere
Was Produkte für Menschen enthalten, steht unter CBD-Spektrum. Der Unterschied liegt selten im Extrakt selbst, sondern in der Formulierung darum herum.
Warum Menschenprodukte nicht einfach übertragbar sind
Ein Produkt für Menschen ist auf ein Körpergewicht von rund 70 Kilogramm ausgelegt, ein Kaninchen wiegt zwei. Schon deshalb passen Konzentration und Tropfengröße oft nicht zusammen.
Dazu kommen Inhaltsstoffe, die für Tiere ungeeignet sein können. Aromen, Süßungsmittel wie Xylit und ätherische Zusätze wie Teebaum- oder Pfefferminzöl gehören in vielen Tierarzt-Empfehlungen auf die Liste der zu meidenden Stoffe.
Für Katzen gilt eine zusätzliche Besonderheit. Katzen verfügen über eine eingeschränkte Glucuronidierung, also einen begrenzten Abbauweg der Leber für bestimmte Fremdstoffe (Quelle: Court, 2013). Dieselbe Menge kann bei einer Katze deshalb länger im Körper verbleiben als bei einem Hund.
THC ist bei Tieren der kritische Punkt
Nicht Cannabidiol, sondern THC steht bei Tieren im Mittelpunkt der Sicherheitsdiskussion. Tiermedizinische Auswertungen dokumentieren einen deutlichen Anstieg von Vergiftungsfällen bei Hunden nach Aufnahme THC-haltiger Produkte (Quelle: Meola et al., 2012).
Für die Produktwahl folgt daraus ein klarer Prüfpunkt: der THC-Wert im Laborbericht der Charge. Ein Produkt mit Breitspektrum oder Isolat ist in dieser Hinsicht eindeutiger als ein Vollspektrum-Produkt. Was THC überhaupt ist und wie es sich von Cannabidiol unterscheidet, steht unter THC.
Bewahren Sie Hanfprodukte außerdem so auf, dass Tiere nicht selbst herankommen. Eine umgestoßene Flasche CBD-Öl ist ein realistisches Szenario in einem Haushalt mit Hund.
Der futtermittelrechtliche Rahmen in der EU
Für Stoffe in Tierfutter gilt ein eigenes Zulassungssystem, das getrennt vom Lebensmittelrecht funktioniert. Grundlage ist die Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 über Zusatzstoffe zur Verwendung in der Tierernährung. Zugelassene Zusatzstoffe sind im EU-Register der Futtermittelzusatzstoffe gelistet.
Cannabidiol ist in diesem Register nicht aufgeführt. Hanfsamen und Hanfsamenöl sind dagegen im EU-Katalog der Einzelfuttermittel gelistet, was ein anderer Sachverhalt ist. Praktisch heißt das: Aussagen zu einer Verwendung im Futter sind rechtlich heikel, und Hersteller positionieren solche Artikel häufig als Pflegemittel statt als Futterzusatz.
Für Tierarzneimittel gilt ohnehin ein eigener Rahmen mit Zulassungspflicht. Den deutschen Kontext für Erzeugnisse aus Nutzhanf beschreibt die Rechtslage in Deutschland, den Überblick gibt CBD und Recht.
Was wir zu Wirkung und Zweck nicht sagen
Zu Anwendungszwecken bei Tieren macht CBDviva keine Angaben. Aussagen, die einen gesundheitlichen Zweck nahelegen, sind für diese Produktgruppe weder zulässig noch durch belastbare Daten gedeckt.
Die verfügbare Forschung bei Hunden und Katzen besteht überwiegend aus kleinen Studien mit kurzer Laufzeit. Übertragbare Aussagen für einzelne Tiere lassen sich daraus nicht ableiten. Wer eine Veränderung am eigenen Tier bemerkt, spricht darüber mit der Tierärztin oder dem Tierarzt, bevor irgendetwas gegeben wird.
Das gilt besonders bei bestehender Medikation. Wie Cannabidiol beim Menschen mit Leberenzymen zusammenwirkt, beschreibt die Seite zu Wechselwirkungen; für Tiere ist die Datenlage noch dünner.
Qualität prüfen: dieselben Regeln, strengere Konsequenz
Der Laborbericht je Charge ist bei Tierprodukten genauso wichtig wie bei Produkten für Menschen. Weil das Tier nichts rückmelden kann, wiegt eine Abweichung zwischen Etikett und Inhalt schwerer.
Diese vier Punkte lohnen den Blick:
- Cannabidiol-Gehalt in Milligramm pro Milliliter, nicht nur in Prozent
- THC-Wert mit Angabe der Nachweisgrenze
- Pestizide, Schwermetalle und Mikrobiologie
- Vollständige Zutatenliste einschließlich Aromen und Trägeröl
Wie sich ein Bericht lesen lässt, steht unter Analysezertifikat lesen und prüfen. Die allgemeinen Prüfpunkte stehen unter CBD-Qualität.
Stand dieser Produktgruppe
Für den deutschen Markt ist noch nicht festgelegt, welche Artikel für Tiere geführt werden. Deshalb stehen hier keine Produkte und keine Preise.
Nach welchen Kriterien überhaupt ausgewählt wird, steht in der Bewertungsmethodik und in der Markenübersicht.
Häufige Fragen
Ist ein Produkt für Menschen für Tiere geeignet? Konzentration, Aromen und Zusätze sind auf Menschen ausgelegt. Ohne Rücksprache mit der Tierarztpraxis ist davon abzuraten.
Worin unterscheidet sich ein Produkt für Katzen von einem für Hunde? Meist in der Konzentration und in den Zusätzen. Katzen bauen bestimmte Stoffe langsamer ab, weshalb Hersteller hier niedriger dosierte Varianten anbieten.
Ist Cannabidiol als Futtermittelzusatz zugelassen? Im EU-Register der Futtermittelzusatzstoffe ist Cannabidiol nicht aufgeführt. Hanfsamenöl als Einzelfuttermittel ist davon zu unterscheiden.
Wer entscheidet, ob mein Tier ein solches Produkt bekommt? Diese Entscheidung gehört in die Tierarztpraxis, die Vorgeschichte, Gewicht und laufende Medikation kennt.
Wichtiger Hinweis
Diese Informationen sind allgemeiner Natur und ersetzen keine tierärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihrem Tier wenden Sie sich bitte an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt, insbesondere wenn Ihr Tier bereits Medikamente erhält, trächtig ist oder chronisch krank ist.
Quellen
- 1.Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 über Zusatzstoffe zur Verwendung in der Tierernährung — Europäische Union, EUR-Lex ()
- 2.EU Register of Feed Additives — Europäische Kommission, Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ()
- 3.StudieEvaluation of trends in marijuana toxicosis in dogs living in a state with legalized medical marijuana — Journal of Veterinary Emergency and Critical Care (). DOI: 10.1111/j.1476-4431.2012.00779.x
- 4.StudieFeline drug metabolism and disposition — Veterinary Clinics of North America: Small Animal Practice (). DOI: 10.1016/j.cvsm.2013.05.002
Geprüft von Bernard Vos am
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